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So…
Nun ist hier auch wieder ein bisschen mehr Alltag eingekehrt.
Der Urlaub, mein Geburtstag und das Zwischenseminar im Januar – alles ist schon lange vorbei.
Auch der Besuch aus der Heimat, im Februar, ist schon wieder rum und die mitgebrachte Schokolade aufgegessen.
Jetzt ist März und hier mehr als Alltag.
Ich habe neue und alte Aufgaben und bin immer wieder erschrocken, wenn ein Tag vorbei ist.
Immerhin steige ich hier in knapp fünf Monaten in ein Flugzeug, das mich wieder nach Hause bringt.
Wie sehen mein Leben und meine Arbeit hier im Moment aus?!
Nun, diese Frage bin ich euch schon länger schuldig zu beantworten.
Zunächst einmal bin ich wieder Englischlehrerin geworden. Dabei hatte ich Anfang des Jahres mit Ngan, meiner Mitfreiwilligen, die Arbeit getauscht. Sie wollte weiter mit Hogar 1, den Kleinen, ein bisschen Englisch lernen und ich sollte dafür mit Hogar 1 eine Art Kunst-AG starten.
Soweit so gut, aber in der Schule hier fehlt ein Englischlehrer.
Und da wurde ich doch glatt gefragt, ob ich in der siebten und achten Klasse Englisch unterrichten wolle.
Seit nun Anfang Februar bin ich also in einer bolivianischen Schule Englischlehrerin. Ganz offiziell. Mit Uniform und Vokabeltests und insgesamt mehr als fünfzig Schülern, an zwei Tagen der Woche.
Alles in allem gefällt mir das sehr gut. Ich habe ein paar wirklich pfiffige Schüler dabei und nun auch endlich Englischbücher.
Wie bereits angeschnitten, habe ich in Hogar 1 die Kunst-AG übernommen und habe da mehr als viel Freude dran. Jeden Tag habe ich eine andere Gruppe von Jungs, mit denen ich zum Beispiel Bilder von „König der Löwen“ oder „Dragon Ball Z“ ausmale.
Letzte Woche haben wir unsere Hände aufgemalt und ausgeschnitten, wenn alles gut geht, werden wir Handabdrücke an die Wand des Hogars bringen. Und dafür fand ich diese Aktion eine gute Übung.
Natürlich kommen Kopien und bunte Stifte nicht einfach so ins Haus gelaufen, also an dieser Stelle ein großes Danke an alle Spender. Denn nur dank der finanziellen Unterstützung kann ich die AG so vielfällig und abwechslungsreich gestalten.
Ihr solltet mal die Gesichter der Jungs sehen, wenn es neue Bilder zum Ausmalen gibt. Diese Erfahrung, dass sich jmd. Nur mit ihnen beschäftigt und nur kommt, um mit ihnen etwas zu malen, das ist wirklich etwas Besonderes :)
Wenn ich morgens nicht in die Schule gehe, helfe ich wo anders im Hogar mit.
Mir war es sehr wichtig, einmal einen Einblick in alle Teile zu bekommen.
So war ich die eine Woche in der Küche und habe Suppe und Reis für 150 Leute gekocht und in der anderen Woche habe ich bei der Sozialarbeiterin geholfen. Mir wurde gesagt, dass wir bald in die Häuser der Jungs gehen werden, um Gespräche mit den Eltern zu führen und uns die Wohnsituation Daheim anzusehen. Da bin ich schon sehr gespannt drauf.
Am Nachmittag, wenn meine Kuns-AG vorbei ist, bin ich nun jeden Monat in einem anderen Hogar.
Im Moment ist es Hogar 3, der genau fünf Tage brauchte, um mein Herz vollkommen für sich zu gewinnen. Meistens spielen die Jungs Fußball am Nachmittag, wo ich ehrlich gesagt nicht wirklich oft mitspiele. Manchmal müssen sie aber auch Hausaufgaben machen, wo ich dann schon besser helfen kann.
An einem Tag haben wir schon Waffeln gebacken. Das war wirklich eine super Aktion.
Es war lecker und die Jungs hatten einen riesigen Spaß daran.
Und sonst?! Ja… :)
Da steht nun neben bei ein großes und tolles Projekt an!
Wir, Ngan und ich, haben zusammen recht viele Spenden zusammen und wollten die gerne zusammenlegen und einen Raum für die Jungs gestalten.
Es soll ein Freizeitraum werden. Mit Billard-Tisch, Tischkicker und Tischtennis.
Ein paar Brettspielen und all solchen Dingen. Ich freue mich sehr auf diese Arbeit und noch mehr, was die Jungs wohl dazu sagen :)
Dank der vielen Spenden ist das möglich!
Allerdings hoffe ich sehr, dass da noch mehr kommt. Allein fünf Euro würden reichen, vielleicht habt ihr sie ja über, für die tollen Jungs hier! :)
Nur so ist es mir möglich Pizza und Waffeln zu backen, Kopien zu machen und neue Stifte zu kaufen.
Alte Fußbälle zu ersetzen und eine Tischtennisplatte anzuschaffen!
Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn ich auf euch zählen kann und die Jungs noch viel, viel mehr!!!
Und wenn ihr jetzt noch nicht genug gelesen habt, gibt es hier noch meinen neuen Bericht für den Hohlspiegel. Das ist eine Zeitschrift der KJG und inzwischen schon mein zweiter Artikel dort.
Viel Spaß und bis bald!
Hinterlasst mir was im Gästebuch ;)
Eure Miriam
Kinder und das Reich Gottes
Die Leute brachten ihre Kinder zu Jesus, damit er ihnen die Hände auflegen und sie segnen sollte. Als seine Jünger das sahen, wiesen sie die Leute zurück.
Jesus bemerkte das und sagte ihnen: "Lasst die Kinder zu mir kommen, denn für solche ist das Reich Gottes da.
Wahrlich, ich sage euch: Wenn jemand das Reich Gottes nicht aufnehmen wird wie ein Kind, dann kann er nicht hineinkommen."
Dann nahm er die Kinder in seine Arme, legte seine Hände auf sie und segnete sie.
(nach Markus, Kapitel 10, Vers 13 – 16)
Klingt doch ganz logisch, oder?
Im Grunde, ist es sogar ganz einfach. Jesus betont, dass das Reich Gottes für Kinder da ist und sagt sogar, dass man das Reich Gottes wie ein Kind aufnehmen muss, wenn man hineinkommen will.
„Lasst die Kinder zu mir kommen!“
Was jeder aus diesem Text mitnehmen kann ist doch, dass die Aufforderung „Lasst die Kinder zu mir kommen!“ auch heute noch Bestand hat, man kann es sogar als Herausforderung sehen.
Jesus sprach damals seine Jünger an, heute würde man wohl eher Gemeinde sagen. Aber auch die Rolle der Eltern sollte nicht außer Acht gelassen werden. Denn in erster Linie sind es die Eltern, die Verantwortung für ihre Kinder übernehmen. Diese Verantwortung geht viel weiter, als allein die Sorge für Ernährung, Kleidung, Gesundheit und Ausbildung der Kinder. Viel wichtiger ist noch, dass ihnen Liebe, Wärme und Geborgenheit vermittelt wird und dass sie vor Gott gebracht werden.
Wenn eure Eltern euch all diese Dinge geschafft haben zu vermitteln und zu verdeutlichen, dann habt ihr wirklich großes Glück gehabt und tolle Eltern abbekommen.
Aber leider ist das nicht überall auf der Welt so.
Seit nun mehr sechs Monaten bin ich hier in Bolivien, in Santa Cruz und lebe mit vielen Kindern zusammen in einem Heim. Nicht mehr alle meiner Jungs hier haben noch Eltern, teilweise haben sie sogar nur noch sich selbst, gar keine Familie mehr.
Wenn sie hier in das Heim kommen, haben sie vorher meistens unter schlimmen Bedingungen gelebt. In bitterer Armut oder mit familiärer Gewalt, viele sind missbraucht oder geschlagen worden.
Da haben es die Eltern nicht mehr geschafft, Verantwortung für sie zu übernehmen, konnten nicht für Ernährung, Kleidung, Gesundheit und Ausbildung ihrer Kinder sorgen. Aber von Liebe, Wärme und Geborgenheit haben sie auch lange nichts mehr erlebt, wenn überhaupt schon einmal.
In diesem Heim hier lebt eine Ordensgemeinschaft im Dienst der Jugend, die Ordensbrüder der Amigonianer. Sie leisten ihren Dienst an jungen Menschen und Kindern, denen die notwendigen Voraussetzungen für ein Erwachsenwerden hier in Südamerika fehlen. So bekommen diese Jungs hier ein Gefühl vermittelt, dass sie nicht allein gelassen werden, dass Gott auf ihrer Seite steht und ihren rauen Weg mitgeht, den Weg hin zu einer reifen, selbständigen und zur Liebe fähigen Persönlichkeit.
Vielleicht ist ja nun die Fastenzeit genau richtig, um einmal inne zu halten und darüber nachzudenken, was wir alles haben.
Ein passender Moment zu danken, dass Gott uns gesegnet hat mit unseren Eltern und all den Lieben Menschen, die uns immer wieder begegnen und unser Leben durch gute Begegnungen, gute Gespräche und fröhliche Momente der Gemeinschaft bereichern.
Ich finde, nach all dem, was ich hier erlebt, gesehen und gespürt habe, dass all diese Dinge nicht selbstverständlich sind, aber doch leider viel zu oft als solche abgetan werden.
Wenn ihr noch mehr wissen wollt, zu den Jungs, ihrem und meinem Leben hier in Bolivien, wenn ihr noch mehr Fotos sehen möchtet oder mir einmal eine persönliche Mail schreiben wollt, dann schaut ruhig mal auf meiner Homepage vorbei: meinjahr.npage.de.
Natürlich könnt ihr mich auf mit Spenden unterstützen. Mir war das gar nicht klar, aber viele der Jungs haben noch nie in ihrem Leben Waffeln, Kekse oder Pizza selber gebacken, teilweise noch nicht einmal gegessen. Überhaupt ist es für sie noch immer neu, dass es Freiwillige gibt, die nur hier sind, um sich mit ihnen zu beschäftigen: Fußball spielen, Bilder ausmalen (die kleinen Jungs sind riesige Fans von „König der Löwen“), kochen, backen und herum toben.
Mit allein fünf Euro kann ich mit einer Gruppe von Jungs Waffeln backen.
Ich würde mich über eure Unterstützung sehr freuen und bedanke mich schon jetzt einmal, auch im Namen der Jungs.
Kontoinhaber: Bistum Essen / Konto-Nr.: 664 010 22 / Bank: Bank im Bistum Essen / BLZ: 360 602 95 / Verwendungszweck: 551100 / 54 100 000 / V_0170 Ritter
Eure Miriam Ritter
Und hier noch ein kleiner Rückblick auf all die schönen Weihnachtsaktionen.
Angefangen haben wir mit einer Weihnachtsmützen-Bastelaktion.
Wir haben also roten Stoff besorgt und eine Menge Watte und haben los gelegt.
Hinterher hatten alle Jungs aus Hogar 1 eine selbstgebastelte Weihnachtsmütze und waren schon sehr stolz darauf. Mitgeholfen haben natürlich Ngan und ich, aber auch Karen, eine weitere Freiwillige, die hier im Hogar arbeitet.
In kleinen Gruppen haben wir dann gearbeitet und ja, ich bin schon sehr zufrieden mit unserer Arbeit ;)
Ein weiteres Projekt aus der Weihnachtszeit war das Plätzchen backen.
Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, wie gut das ankam.
Die Jungs aus Hogar 1 hatten so einen großen Spaß daran, dass war unglaublich.
Wir haben fleißig ausgestochen und mit Schokostreuseln bestreut und genascht ohne Ende.
Trotzdem blieben hinterher genug übrig, sodass wir sie bei unserer kleinen Weihnachtsfeier auch noch naschen konnten.
Auch hier haben wir wieder zu dritt geholfen und waren wieder einmal ein starkes Frauenteam :)
Bei dieser besagten Weihnachtsfeier haben wir dann noch kleine Weihnachtsgeschenke verteilt – Schokolade!!!
Das kam natürlich super an und hat somit unsere Feier abgerundet.
Unglaublich aber wahr – auch in Bolivien kann man in Weihnachtsstress geraten!
Inzwischen habe ich aber alles Wichtige erledigt: Post ist verschickt, Geschenke verschenkt und das Haus geschmückt.
Also habe ich endlich wieder Zeit, mich meiner Homepage zu widmen.
Es gibt nämlich noch ein paar Aktionen, von denen ich gerne erzählen würde :)
…
Zunächst war da „Halloween“ und da man im Supermarkt immer wieder daran erinnert wurde, dass dieses „Fest“ ansteht, kamen wir nicht drum herum, uns auch eine Kleinigkeit auszudenken.
Wir haben Masken gebastelt! – gruselige, niedliche, süße und komische!
und es war ein riesen Spaß für alle Jungs aus Hogar 1!
Jeder konnte am Ende der Woche seine eigene in den Händen halten.
Aus einfacher schwarzer Pappe haben wir die verschiedensten Formen zu Recht geschnitten und wunderbar mit (Glitzer-) Steinchen verziert, außerdem hatten die Jungs coole Aufkleber von Zeichentrickfiguren.
Mein persönliches Highlight war, als Eve endlich seine „Katzenmaske“ in den Händen hielt. Er hat sich so gefreut und uns gleich erst einmal gezeigt, wie Katzen so sind.
In dem Innenhof hat er sich oder viel mehr seiner Katze in sich ein bisschen Wasser gegönnt. Er tapste über den Hof und trank aus einem Becher vom Boden. Ich muss immer noch schmunzeln, wenn ich an sein „Miau“ denke ;)
Eine weitere tolle Aktion war ein großes Fußballturnier. Es wurde extra eine Mannschaft mit Jungs aus Hogar 1 und 2 zusammengestellt und zwei Sportstudenten kamen regelmäßig um sie dafür zu trainieren. Gespielt haben schließlich mehrere Hogares aus Santa Cruz gegeneinander.
Die Jungs waren ganz schön oft unterwegs und toll war, dass sie sogar alles gewonnen haben.
Ein Spiel war dann schließlich noch bei uns im Hogar. Wir haben kräftig angefeuert und die Jungs haben diesen abwechslungsreichen Tag sehr genossen.
Aber auch zu einem Auswärtsspiel durften wir alle mit. Es war im Hogar genau neben an ;)
Toll war, dass dieser Hogar einen grandiosen Spielplatz hat. Die Jungs haben überhaupt nicht mehr aufgehört mit dem Schaukeln und Klettern. Natürlich haben wir dennoch kräftig unsere Spieler angefeuert und schlussendlich auch gewonnen.
Ein paar Tage später gab es dann eine große Siegerehrung in unserem Hogar. Die Zeitung war da und auf einer Bühne wurden die besten Spieler mit einem neuen Mountainbike geehrt. Darunter zwei Jungs aus unserer Mannschaft. Außerdem gab es für alle einen Haufen neuer Fußbälle und Luftballons :)
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Die Zeit rennt…
In gut zehn Tagen und neun Monaten bin ich schon wieder daheim.
Ach Leute, das geht hier alles so schnell. Unglaublich.
Aber erst einmal Hallo an alle J
Schon viel zu lange habe ich es nicht geschafft, einen neuen Bericht zu schreiben. Aber nun soll es endlich dazu kommen ;)
Erst einmal will ich euch ein bisschen was zu „Cotoca“ erzählen, schließlich habe ich schon neue Bilder davon hochgeladen, aber eine Erklärung dazu wäre doch auch noch ganz nett ;)
Also, Cotoca ist ein Ort etwa 40 Autominuten von unserem Hogar entfernt. Es ist eine sehr süße, kleine Stadt, sehr typisch für Bolivien. Es gibt im Mittelpunkt der Stadt eine große Kirche und rings herum tobt das Leben. Es gibt einen Markt und eine Markthalle. Auf dem Markt kann man alles kaufen! Obst, Gemüse und so ungefähr alle anderen Lebensmittel: Süßigkeiten, Getränke, Reis, Nudeln, Mehl, Eier, Fleisch und noch viel, viel mehr. Es ist alles so toll bunt. Aber man findet dort auch Kleidung, Werkzeug, Nagellack, DVDs und Make-up, Geschirr und so weiter. Also, wenn ich meine, dass es dort alles gibt, dann gibt es dort wirklich alles ;)
In der Markthalle kann man die landestypischen Speisen probieren und das zu sehr günstigen Preisen, es wird auf offenen Feuerstellen gekocht und jeder Stand lädt dazu ein, sich nieder zu lassen und es sich schmecken zu lassen.
Das Haus des Hogars ist etwa 40 Minuten von dem Zentrum der Stadt entfernt. Man läuft über Stock und Stein. Eigentlich ist es dort genau so, wie ich mir Bolivien vorgestellt habe. Am Straßenrand grasen Kühe und es laufen Hunde und Hühner wild durcheinander. Leider liegt dort auch sehr viel Müll rum, aber das stört die Bewohner wenig. Bei unserem Haus gibt es ganz viele Mandarinenbäume und zwei Pferde laufen auf dem Gelände herum. Außerdem gibt es Hühner und Hunde, die im Moment Welpen haben. Dort gibt es auch einen zahmen Vogel, keine Ahnung, was es für einer ist, er ist grün und hat zwei Flügel. Am liebsten lassen ihn die Jungs auf ihrer Schulter sitzen. Weiter wohnt dort eine kleine Familie, die sich um alles kümmert. Das Haus ist für etwa 40 bis 50 Gäste ausgelegt. Recht schlicht, aber es reicht. Es gibt mehrere Betten in den Zimmern und manchmal sogar ein Waschbecken, Dusche und WC, wobei das nicht immer alles funktionsfähig ist. Bettwäsche und Handtücher sollte man eher mitbringen, die vorhandenen sind nicht mehr ganz so schön ;) Aber inzwischen kennen Ngan und ich ja die Anlage und denken an alles.
Das High-Light der Anlage ist natürlich der Pool, er ist echt groß und man kann sich natürlich vorstellen, wie die Jungs darin Spaß haben und gar nicht genug vom Baden und Plantschen kriegen können.
Wir waren neulich ein Wochenende mit Hogar 2 in Cotoca. Das hat schon sehr typisch bolivianisch angefangen. Denn es stand bis kurz vor der Abfahrt nicht mal fest, ob wir überhaupt abfahren, denn es war nicht sicher, ob es einen Busfahrer für die Rückfahrt am Sonntag gibt. Zum Glück haben wir dann doch einen gefunden. Also alle Kinder in den Bus, dazu die Lebensmittel wie Fleisch, Nudeln, Mais, Reis und Getränke, außerdem dazu ein Fernseher, Musikboxen und Besen.
Bei unserem Haus in Cotoca angekommen, haben wir dann nur schnell ausgeladen und die Jungs haben sich ihr Taschengeld geschnappt. Dann hat der Bus uns nämlich noch bei der Plaza in Cotoca rausgelassen, das war echt nett, denn man läuft locker 40 Minuten von unserem Haus bis nach Cotoca.
In Cotoca dann haben Ngan und ich es erst einmal ruhig angehen lassen. Wir sind ewig durch die Straßen gelaufen und haben nur alles in uns aufgenommen, die Bilder, die Farben, die Gerüche und das ganze Leben dort und ich habe natürlich fleißig Fotos gemacht.
Die Jungs haben sich fast nur Süßigkeiten gekauft oder Musik. Klar gibt es Musik hier sehr günstig. Ganze CDs voll mit den Hits von 2012 oder 2015, so um die 100 Lieder und alles ganz legal natürlich ;)
Wir zwei sind dann schon mit dem Fray und ein paar Jungs eher los gelaufen, weil wir das Essen vorbereiten wollten. Die Jungs waren für etwas später mit einem Erzieher dort verabredet und durften noch weiter auf eigenen Faust durch die Straßen ziehen.
Beim Haus haben wir dann fleißig Gemüse geschnitten und die Jungs, die auch endlich angekommen waren, durften sich schon einmal im Pool vergnügen oder haben auf dem Rasen Fußball gespielt. Außerdem wurde der Fernseher angeschlossen und wir haben die ganze Zeit darüber Musik gehört und Musikvideos gesehen.
Nach dem Abendbrot hatten die Jungs immer noch nicht genug vom Schwimmen. Immer wieder sind sie ins Wasser. Leider bin ich zu nah heran gekommen. Denn plötzlich lag ich auch im Wasser. Mit Shorts und T-Shirt. Nicht, dass ich Badesachen mitgehabt hätte, aber ich hatte keine Chance zum Umziehen. Ich glaube noch zwei Stunden haben wir gespielt und getobt. Dann hatte ich doch das Bedürfnis nach trockener Kleidung und einer Pause.
Später gab es dann noch einen Film. Die Jungs haben all ihre Matratzen aus den Betten geholt und es sich im Aufenthaltsraum gemütlich gemacht. Außerdem gab es selbstgemachtes Popcorn ohne Ende. Das ist auch mein Lieblingsbild aus Cotoca. Das Ende des Films haben nicht mal mehr alle gesehen. Kreuz und quer haben sie geschlafen und lagen zwischen Popcorn und Decken. Dort haben sie die ganze Nacht verbracht.
In der Nacht brach dann noch ein unglaubliches Gewitter los. Beim Filmschauen war es noch so warm und dann hat es zwei Tage nicht aufgehört zu regnen.
Nicht, dass der Regen und die „Kälte“ die Jungs vom Schwimmen abgehalten hätte. Der Sonntag lief dann ganz ruhig. Wir haben viel zusammen gesessen, Videos geschaut, gequatscht, gekocht und gegessen. Am Nachmittag hat uns dann der Bus wieder abgeholt. Wobei der nicht mal mehr bis zum Haus kam. Wir mussten ihm entgegenlaufen, weil er sich im Schlamm festgefahren hatte.
Aber die kleinen, starken Kerlchen haben ihn wieder rausgeschoben und dann ging es Richtung Heimat.
Diese Fahrten erinnern mich immer sehr an die KjG-Fahrten daheim, da schlafen auch immer alle auf der Rückfahrt, wenn es ein gutes Wochenende war ;) Ach ihr kleinen KjGler/innen, ich vermisse euch schon :**
Ach so, jetzt hätte ich fast noch etwas aus Cotoca vergessen. Ein Junge hatte während des Films ganz schöne Ohrenschmerzen vom vielen schwimmen. Die anderen haben sich sofort liebevoll um ihn gekümmert, wobei sie mir immer gesagt haben, was er für eine Heulsuse ist, der Arme.
Nun ja, zumindest haben sie ihn dann nach draußen gebracht, der Fray hat von allem nichts mitbekommen. Ich weiß gar nicht mehr, wo er da war.
Nun aber weiter zu unserem Patienten. Es wurde dann Papier geholt, in diesem Fall eine Zeitung. Diese wurde zu einem Trichter gerollt und in das schmerzende Ohr gesteckt und … angezündet. Ich muss zugeben, dass sah alles schon sehr professionell aus. Also zum ersten Mal haben die Jungs das nicht gemacht. Auch der Patient hielt still, man hat sogar darauf geachtet, dass ihm keine Asche ins Gesicht fällt.
Nachdem die Tüte abgebrannt war, ging es ihm auch besser und er ist seelenruhig eingeschlafen. Hoffen wir mal, dass ich keine Ohrenschmerzen bekomme ;)
Ein herzliches „Hallo“ an alle J
Ich finde es wird höchste Zeit für ein paar neue Zeilen aus dem tollen Bolivien.
Nur wo fange ich an und wo höre ich auf… Aber gut, erst einmal will ich anfangen.
Vielleicht am besten mit heute, dass ist noch so frisch, das geht ganz einfach.
Heute habe ich privat einen Ausflug mit Ngan meiner Mitfreiwilligen gemacht. Aber natürlich waren wir nicht allein. Wir haben heute den Tag bzw. Nachmittag und Abend mit Rosa und Paula verbracht. Das sind zwei Mädels, die sich auch hier im Hogar aufhalten. Ihr Papa ist einer der Educadoren in Hogar 1. Da sind die Zwei dann meistens am Nachmittag, aber ihr Papa arbeitet später am Tag noch weiter in dem Berufskolleg hier neben an. Allerdings arbeitet er wirklich, wirklich lange und so lange müssen auch die Mädels hier bleiben und warten. Die beiden sind jedoch schon älter als die meisten Jungs in Hogar 1 und ich glaube, dass es manchmal gar nicht soo spannend ist für die Zwei. Ich habe mich noch nicht getraut nach der Mutter zu fragen, aber wenn es eine gibt, dann sehen die Kinder sie nicht oft. Zwischendurch sind Paula und Rosa auch in der Nachmittagsbetreuung für Mädchen, dass heiß hier „Santa Rita“ und ist eine Art Hogar. Eine Handvoll Mädels wird dort nach der Schule betreut. Sie machen Hausaufgaben und den üblichen Mädchenkram, malen, basteln, Haare flechten und so weiter ;) Nun ja, zumindest haben wir den Mädchen eine Freude machen wollen und so sind wir zu einem nahegelegenen Einkaufszentrum gelaufen. Dort gibt es eine Spielhalle für Kinder. Es gibt unglaublich viele Spielautomaten, man kann Autorennen fahren, Airhockey spielen, Kickern oder zur Musik tanzen. Es ist sehr beliebt bei den jungen Menschen und ein Spiel kostet 0,10 Euro oder 0,20 Euro.
Als wir alles gespielt haben mussten wir uns natürlich stärken. Und dabei hatten wir dann keine Hemmungen, es gab Hamburger und Pommes und Cola und hinterher noch etwas Süßes. Eigentlich hätten wir alle sofort eine Dusche gebraucht, überall war Soße und Ketchup. Wir haben unheimlich viel gelacht und ich glaube, dass die Mädels echt Spaß hatten. Hinterher mussten wir noch kurz in den Supermarkt neben an, weil Ngan und ich noch ein Geburtstagsgeschenk kaufen wollten. Das wir kein Hausverbot haben ist alles. Wir sind durch die Flure getanzt wie verrückt, weil dort echt gute Musik gespielt wurde. Oh je, ich bin so müde und satt ins Bett gefallen. Das war ein echt schöner Tag J
Sonst kann ich euch noch stolz erzählen, dass ich nun Englischlehrerin bin. Oh und wie stolz ich bin J
Diese Idee hatte mir Fray Christian, mein Chef und Oberster der H.N.S.C. (Hogar de Niños Santa Cruz), schon vor einiger Zeit vorgeschlagen. Aber nun ist es wirklich wahr geworden. Ich habe nun 14 kleine Jungs aus Hogar 1, die ich in Kleingruppen zu 5 oder 4 Schülern unterrichte. Einmal in der Woche für 90 Minuten. Ich habe einen Schlüssel für die Schule bekommen und durfte mich nun in einem Klassenraum aus breiten. Diese Woche haben wir schon das Begrüßen gelernt und die Aussprache geübt. Eine Gruppe ist sogar so gut, dass wir auch schon die ersten zehn Zahlen gelernt und ein paar Früchte übersetzt haben.
Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, war ich vor meiner ersten Stunde sehr aufgeregt. Ich halte den Unterricht ja schließlich in Spanisch. Aber das klappte doch recht gut. Weiterhin muss ich auch sagen, dass die Kinder echt hören, wenn ich atwas sage. Für sie ist es nämlich unheimlich schwer, so lange ruhig auf ihrem Stuhl zu sitzen. Aber immer wieder aufstehen und umherlaufen oder sogar raus laufen ist nicht besonders effektiv für den Englischunterricht. Nun, dass bekommen wir doch nach und nach in den Griff.
Die Jungs sind echt begeistert dabei. Demnächst will ich noch Wörterbücher anschaffen, schließlich kamen noch ein paar Spenden nach. Außerdem brauche ich noch eine Packung Stifte und Pappe, für Plakate mit den Vokabeln.
An dieser Stelle ein großes Danke an alle Spender!
Ihr unterstützt meine Arbeit so wirklich gut. Ich kann echt anfangen mit dem Geld zu planen und so wie es aussieht, bekomme ich auch Weihnachtsgeschenke für die Jungs zusammen. J
Letzte Tage habe ich dann noch eine ganz-ganz doofe E-Mail bekommen, vom meiner Verantwortlichen Eva aus dem Bistum: Ich musste ein Datum für den Rückflug angeben… also liebe Leute, am 18. August 2012 werde ich hier aufbrechen und dann bin ich am 19. August 2012, um genau 12.05 Uhr (an einem Sonntag) wieder am Düsseldorfer Flughafen. Ich bin mehr als gespannt wer da sein wird. Aber viel wichtiger war in dem Moment eigentlich, dass mir bewusst wurde, wie lange ich schon hier bin und wie lange ich nur noch habe und das meine Zeit, hier etwas zu erreichen beschränkt ist.
Nun, eigentlich bin ich mit der Einstellung hier hingekommen, jeden Tag den ich hier bin, ein Lächeln in die Gesichter der Jungs zu zaubern, mindestens ein Lächeln pro Tag. Bis jetzt ist mir das zum Glück gelungen, ich hoffe das bleibt auch so und es wird noch mehr. Mehr als ein Lächeln, einen Streit beenden, ein englisches Wort beibringen, ein Verhalten verstehen, einen Tanzschritt lernen und in den Arm nehmen. Ja, dass mache ich hier, dafür bin ich in Bolivien.
In diesem Sinne alles Gute und bis bald,
eure Miriam
Hola amigas und amigos,
nun bin ich meine sechste Woche hier im schönen Bolivien.
Ich hoffe, dass ihr alle noch fleißig meine Seite besucht, auch wenn ich nicht so oft schaffe einen Bericht zu schreiben, wie ich gerne möchte.
Aber seit gewiss, ich denke an euch in der Heimat. Denkt ihr wohl auch an mich?
Leider muss ich nämlich feststellen, dass an dem Spruch „Aus den Augen, aus dem Sinn“ sehr, sehr viel dran ist.
Wenn ich in mein Postfach schaue sind es immer dieselben, die sich die Mühe machen mir zu schreiben. Natürlich habe ich damit gerechnet, dass sich einige nicht mehr bei mir melden werden, aber es ist dann doch etwas anderes es auch zu spüren. Ich weiß ja, dass zu Hause Alltag herrscht und alle dem deutschen Stress verfallen sind, aber ich erwarte doch gar keine fünfseitigen Mails, ein paar Sätze und ich weiß, dass ich nicht von meinen „Freunden“ vergessen werde…
So, nun aber genug von der Gefühlsduselei. Sonst muss ich gleich noch die Taschentücher raus holen ;)
Soweit ergeht es mir hier weiter sehr gut. Ich spreche jeden Tag ein kleines, kleines Stückchen besser spanisch. Worauf ich sehr stolz bin. Auch mein Spanischunterricht ist nun abgeschlossen. Das sehe ich mit gemischten Gefühlen. Einerseits war der Unterricht sehr effektiv, meine Lehrerin sehr, sehr nett (danke!!!) und ich bin sehr gerne zur Schule gegangen, andererseits habe ich nun den Vormittag für andere Aufgaben, zu denen ich gleich noch kommen werde. Natürlich muss ich noch viel lernen. Ein neuer deutscher Freund, der leider schon wieder in Deutschland ist, weil sein FSJ zu Ende ist, hat zu mir gesagt: „Motivation ist alles.“ Und damit hat er den Nagel auf den Kopf getroffen.
Mein Zimmer hängt voller Zettel mit deklinierten Verben, sogar neben meinem Spiegel hängen Floskeln für alle möglichen Alltagssituationen. Also, es wird schon werden. Jeden Tag ein neues Wort benutzen und ich bin zufrieden. ;)
Nun zu meinen momentanen Aufgaben. Vormittags arbeite ich alleine für mich. Dabei geht es in erster Linie darum, dass ich die Akten der Jungs lese. Ihre Geschichte, familiäre Situation, Begründung der Aufnahme, Entwicklung und Vermerke der Schule sind aufgeschrieben. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass ich nun einiges über „meine Jungs“ erfahre. Da ich aber noch nicht so viele Akten gelesen habe, möchte ich an dieser Stelle noch kein Fazit ziehen. Aber es kommt schon einiges zu Tage…
Nach dem Mittagessen geht es dann im wöchentlichen Wechsel in Hogar 1 und 2. Weiterhin helfe ich bei den Hausaufgaben. Allerdings sind die Jungs ja nicht ganze einundeinhalb Stunde mit ihren Hausaufgaben beschäftigt, wenn sie nichts mehr zu tun haben, spielen wir. Denn es hat sich ein regelrechter Hype auf klassische Klatschspiele entwickelt. Sowohl deutsche, als auch spanische. Und so klatsche ich was das Zeug hält ;)
Dann steht die Zwischenmahlzeit an. Morgen wollen Ngan, meine Mitfreiwillige aus Deutschland, und ich Waffeln backen. Für alle (!) Kinder. Ich bin gespannt was das gibt :D
Im Anschluss haben die Jungs (immer noch) Sport. Ich habe entdeckt, dass grade Hogar 1 auch sehr viel Spaß an einem Volleyball ähnlichen Spiel hat, es muss ja nicht immer Fußball sein. Und so spielen wir und spielen wir und spielen wir… bis die Jungs zum Duschen müssen.
Mir wurde aber auch ein anderes tolles Spiel nun genauer gezeigt. „El trompo“. Das sind auf Deutsch so genannte Peitschenkreisel. Allerdings ist es echt schwierig. Ich bin immer wieder begeistert, wie gut die Jungs das können. Sogar kleine Kunststücke haben manche mit ihren trompos drauf. Bei meinem nächsten Shoppingtrip werde ich mir auch einen besorgen und dann will ich auch so gut werden wie sie.
Ich bin mal gespannt, wäre eigentlich ein cooler Workshop für das Wellenbrecher Wochenende ;) Aber bis ich zum Wellenbrecher Wochenende wieder Zuhause bin ist es ja noch lange hin.
Sonst wollte ich euch aber noch von Ngan erzählen, meiner Mitfreiwilligen. Auch sie ist vom Bistum Essen ausgesandt und lebt hier mit mir in Santa Cruz, im Hogar. Ich muss sagen wir kommen sehr gut zurecht. Eigentlich sind wir vom Grundtyp her sehr verschieden, aber genau das sorgt dafür, dass wir uns gegenseitig von Dingen überzeugen, die wir so sonst wohl eher nicht gemacht hätten. Wir verbringen fast den ganzen Tag miteinander und arbeiten auch zusammen. Aber auch in unserer Freizeit haben wir noch nicht genug von einander und so gehen wir raus zum Shoppen, zum Essen oder einfach nur zum Bummeln irgendwo. Obwohl wir schon Sorge haben, dass wir als die Freiwilligen in Erinnerung bleiben, die den größten Mist gemacht haben. Denn wir haben schon so einiges erlebt und davon haben auch andere mitbekommen. Haha. Nun aber an dieser Stelle genug davon ;)
Das Leben in Santa Cruz hält einige Feste bereit. Manchmal habe ich das Gefühl, hier wird wirklich alles gefeiert. Ich warte auf den Geburtstag der Katze…
Wenn hier dann also eine Fiesta steigt, steigt sie richtig. Es gibt nach meinem Geschmack tolle lateinamerikanische Musik, es wird getanzt und getanzt und getanzt. Ich wurde in Deutschland noch nie so oft zum Tanzen ausgefordert wie hier. Unglaublich. Weiterhin muss ich zugeben, dass hier sehr viel schöner getanzt wird als in Deutschland. Immer zu zweit, und ja, wenn nicht genug Mädchen da sind, was in einem Jungenhogar schon einmal vorkommen kann, dann wird einfach Junge-Junge getanzt. Es wird sich leicht an den Händen gehalten und die Hüften hören nicht auf sich zu bewegen. Fortgeschrittene können sich aber auch noch enger festhalten ;) Mal sehen, Ngan und ich hätten schon Lust auf einen Salsa Kurs…
Trotzdem finde ich, dass man auch bei einer schönen Feier die Armut spürt. Es gibt meist nur zwei oder drei Flaschen zu trinken, wenn diese alle sind, gibt es eben nur noch Wasser aus dem Hahn. Essen gibt es auch auf jeder Feier. Mal einfach nur Brot, mal einfach nur eine Tüte Chips und auch hier wieder: wenn es alle ist, ist es eben alle. Ein Muss für jede Fiesta ist allerdings die Torte. Ich sage euch, die zaubern Torten hier. Haha. Unglaublich. Meist wird die Torte zum Ende hin angeschnitten, man weiß also, nach der Torte folgt der Rauswurf. Eigentlich eine nette Art zu sagen, dass die Feier nun zu Ende ist ;)
Was ich euch noch gerne erzählen möchte, ist der Stand meines Spendenaufrufes. Ich habe die erste Liste der Spenden und Spender bekommen. Danke noch einmal an alle! Ich hoffe, dass der Gesamtbetrag für das Projekt im Speisesaal reicht. Und ich hoffe noch mehr, dass das noch nicht alles war. Mensch Leute, es gab so viele, die mein Vorhaben im Vorfeld so gut und toll fanden. Und nun, kaum einer von diesen Menschen hat bis jetzt gespendet. Es reichen doch schon fünf Euro oder so. Also, immer schön ran ;) Ja? Bitte!
Ich habe allerdings schon, mit Ngan natürlich, angefangen kleinere Dinge zu starten. So haben wir Fotos von den Jungs aus Hogar 1 gemacht und ausdrucken lassen. Dann haben wir noch gelbe Pappe besorgt und daraus Sonnen ausgeschnitten. Man darf aber auch gerne Sterne oder Blumen darin sehen. Foto drauf, Namen drunter und vielleicht noch eine persönliche Verschönerung. Fertig! So kleben nun 32 Sonnen an der Wand des Aufenthaltsraums und wenn ihr mich fragt, sieht es super aus! Die Wand ist gleich viel fröhlicher und gleichzeitig ist sie gut durchdacht. Denn da jedes Kind eine eigene Sonne hat, kann man einfach eine neue dazu kleben, wenn ein neues Kind kommt. Das war auch ungefähr zwei Tage nach Beendigung des Projekts der Fall. Aber schon fühlen sich die Neuen mehr integriert und lernen so auch die Namen schneller. Und jetzt lasst mich mal zusammen rechnen: 32 Fotos, 6 Bögen Pappe und eine Rolle Klebeband. Das ist nicht so viel Geld, aber es ist von euern Spenden bezahlt. Vielleicht sogar von nur fünf Euro.
Die Fotos von Hogar 2 sind schon so gut wie ausgedruckt. Damit geht es dann natürlich als nächstes weiter, aber ob es Sonnen werden, wissen wir noch nicht.
Ach ja, was ich ebenfalls noch berichten wollte. Meiner achter WG ist kurz davor, zu einer dreier WG zu werden. Morgen werden uns die meisten spanischen Freiwilligen verlassen, es bleibt dann nur Carmen bis Dezember. Ebenfalls spanische Freiwillige. Ich muss sagen, dass finde ich ganz schön schade. Sie alle waren super lieb zu mir und auch wenn das Leben mit acht Leuten sehr anstrengend sein kann, ich habe sie alle sehr gern.
So liebe Freunde, ich muss los, Abschied feiern.
Bis ganz bald!!
Ich freue mich von euch zu hören.
Miriam J
P.S. Die erste Flasche Antibrumm ist seit gut zwei Wochen leer. Aus gutem Grund ;)
Hallo ihr Lieben,
wie schnell die Zeit vergeht. Jetzt ist es schon der 14. September.
Eigentlich habe ich jeden Tag was zu erzählen, aber was soll ich euch sagen, auch hier haben die Tage nur vierundzwanzig Stunden und die sind immer voll. Was natürlich nicht schlecht ist ;)
Nun, mein spanisch verbessert sich wirklich. Da bin ich schon ein bisschen stolz drauf, obwohl ich noch lange nicht alles sagen kann, was ich gerne möchte. Und ich brauche auch immer ein bisschen, bis ich den Wortsalat in meinem Kopf zu einem Satz formuliert habe. Auch meine Gesprächspartner müssen sehr langsam und deutlich sprechen und ihre Sätze oft wiederholen. Aber es wird!
Nun, was gibt es noch alles zu berichten.
Zunächst einmal bin ich nun wieder im Hogar 1 beschäftigt. Es freut mich zu sehen, dass ich zu den Jungs eine richtige Beziehung aufbaue. Auch zu den etwas ruhigeren und schüchterneren Jungs!
Sonst habe ich auch hier viele Leute in meinem Alter kennen gelernt. Es gefällt mir, auch einmal so meine Freizeit zu verbringen.
Wobei ich auch in meiner Freizeit von den Jungs nicht so recht loskomme ;) Es ist so gemütlich mit den großen Jungs abends einfach ein Filmchen zu sehen, auf Spanisch versteht sich.
Generell finde ich, dass es kaum einen gefühlten Unterschied zwischen Arbeit und Leben hier gibt. Ist es Arbeit einen Film zu schauen, nebenbei mit den Jungs zu reden und sie so besser kennen zu lernen? Ist es Arbeit in der Sonne zu sitzen und sich ein Fußballspiel der Jungs anzusehen, bei jedem Tor zu jubeln? Ist es Arbeit Waffeln zu backen und versprechen zu müssen, dass wieder und wieder und wieder zu machen? Nein. Ganz klar. Ist es für mich nicht. Und genau das macht das Leben hier so wunderbar. Es ist Leben, keine Arbeit oder zumindest nur ein bisschen ;)
Eine weitere neue Aufgabe von mir ist es die Akten der Jungs zu lesen. Dies soll nun dazu dienen, dass ich sie auch von der sachlichen Seite kennen lerne und gleichzeitig hilft es meine spanischen Kenntnisse zu verbessern.
So. Nun kommen wir zu einer ernsten Sache.
Wie einige von euch vielleicht schon mitbekommen haben, ist mein erster Spendenaufruf im vollen Gange.
Ich bin schon sehr gespannt. Ich habe noch nie so eine Aktion gestartet. Klar habe ich mir im Rahmen der Jugendarbeit, also der KJG, Zuhause schon einige Gedanken dazu gemacht und versucht die Kasse auszubessern. Aber da war ich ja auch vor Ort und konnte anders handeln.
Aber es kommt alles anders, als man denkt. Von Deutschland aus kommt schon ein toller Rücklauf in Sachen Spenden. Meine wunderbare KJG will sich Zuhause für Bolivien einsetzen und wenn ich alles richtig verstanden habe, hängt die komplette Großpfarrei mit drin. Danke! Damit hätte ich so nicht gerechnet. Außerdem wollen mich auch die Amigonianer in Gelsenkirchen tatkräftig unterstützen. Wie wunderbar! Auch von ersten Freunden habe ich eine Rückmeldung bekommen, dass sie meinen Spendenaufruf gut finden und dabei sind.
Und hier ist er also: mein erster Spendenaufruf. Ich hoffe ich kann euch begeistern, denn ich habe viel vor. Wir, die Jungs und ich, können hier jeden Cent gebrauchen.
Spendenaufruf!
Meine lieben Freunde,
seit fast vier Wochen bin in nun in Bolivien und lebe hier in einem tollen Kinderheim mit Amigonianern zusammen. Ich mache hier meinen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst.
Aber sicherlich seit ihr schon längst durch meine Homepage auf dem aktuellen Stand: meinjahr.npage.de.
Jetzt hatte ich genug Zeit mich einzuleben und zuschauen, was ich als erstes Projekt starten möchte. Wo ich was verändern kann, mit den Kindern!
Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass mein erstes Projekt mit den Kindern ein großes Wandbild werden soll. Und zwar finde ich den Speisesaal sehr groß, leer und kahl. Dabei sind die Jungs jeden Tag zu vier Mahlzeiten dort und mit Jungs meine ich alle 166!
Ich würde gerne eine Wohlfühlatmosphäre schaffe und diesen mit den Jungs zusammen gestalten. Von den Ideen der einzelnen Bildelemente, über den Einkauf, bis hin zur Umsetzung.
Gerne würde ich im Anschluss auch noch die Wohnräume der Jungs verschönern. Die Wände sind dort schon sehr abgenutzt. Es hängen kaum Bilder. Die Jungs könnten ihrer Kreativität freien Lauf lassen und könnten so ihr eigenes Reich schaffen, ein Reich, was nach ihren Vorstellungen zustande kommt, was sie selbst entwickelt hätten.
Ich weiß, dass ihnen das gefallen würde! Und wie stolz sie hinterher wären.
Doch dazu brauche ich eure Hilfe!
Ich muss Farben kaufen, Pinsel und und und …
Mit einer kleinen Spende, ich denke da wirklich an nur 5 oder 10 Euro von jedem, wärt ihr Teil dieses Projekts. Ihr könntet den Kindern dieses stolze Lächeln ins Gesicht zaubern.
Ich bin wirklich auf eure Mithilfe angewiesen und würde mich über jede noch so kleine Spende freuen.
Bei jeglichen Fragen stehe ich natürlich zur Verfügung und auf meiner Homepage könnt ihr noch einmal im Einzelnen nachlesen, was dann wirklich passiert und wann ich mit der Umsetzung beginnen kann. Auch Fotos will ich versuchen hoch zu laden.
Schon einmal ein herzlicher Dank!
Hier die Bankverbindung:
Kontoinhaber: Bistum Essen
Konto-Nr.: 664 010 22
Bank: Bank im Bistum Essen
BLZ: 360 602 95
Verwendungszweck:
Für Miriam Ritter:
551100 / 54 100 000 / V_0170 Ritter
Alles Liebe und bis bald,
eure Miriam
Und? Ich finde ihn gar nicht mal so schlecht ;)
Aber es findet sich bestimmt noch die Gelegenheit, dass ich Spendenaufrufe weiter üben kann.
Nun, dass war es erst einmal aus dem schönen Santa Cruz.
Beste Grüße in die Heimat.
Ich hoffe ich kann auf euch zählen.
Bis bald, ich werde mir größte Mühe geben, schnell wieder einen neuen Bericht zu erstellen.
Miriam
Wir haben den 02. September, also bin ich nun 1,2,3,4,5,6,7,8,9,10..... gute zwei Wochen von Zuhause weg :)
Ich finde, dass die Zeit hier unglaublich schnell vergeht.
Mein Alltag sieht im Moment so aus:
Ich stehe gegen kurz vor sieben Uhr auf, um am Frühstück mit den Brüdern, um sieben Uhr, teilnehmen zu können.
Zu Essen gibt es meistens eine Art Brötchen, dazu Käse, Wurst, Marmelade, Tee oder Café. Ganz wie man möchte. Manchmal gibt es aber auch Gebäckteilchen, die sind immer besonders gut ;)
Dann mache ich mich mit meiner Mitfreiwilligen aus Deutschland, Ngan, auf den Weg zur Schule. Wir fahren mit den Micros, das sind kleine Busse die einen eher weniger an Zuhause erinnern. Man steht am Straßenrand und winkt den Bus ran, um einzusteigen. Zahlt 0,20 Euro an Fahrtkosten und hofft, einen der etwa 15 Sitzplätze zu bekommen, weil die Micros eher niedrig gebaut sind und sich die meisten, die stehen müssen, den Kopf stoßen. Außerdem ist eine Fahrt mit den Micros sehr rasant, man muss sich gut festhalten. Also: besser sitzen (außerdem kann man dann so schön in die Umgebung schauen, das liebe ich!)
Die Schule gefällt mir soweit sehr gut. Ich habe eine nette, junge Lehrerin. Durch den Einzelunterricht kommen wir sehr schnell in dem Arbeitsbuch voran und ich werde mit jedem Tag ein Stückchen, wenn auch nur ein kleines, besser. Nach 1 1/2 Stunden Unterricht ist Ngan an der Reihe und ich schaue mir die Stadt an. Mal laufe ich einfach durch die Straßen, um die Stadt und die schönen Läden etwas besser kennen zu lernen, mal zieht es mich aber auch zu einer winzigen Backstube, in der es die besten, gefüllten Vollkorn-(!)Brötchen der Stadt gibt. Dann gönne ich mir eine Kleinigkeit und setze mich irgendwo hin. Besonders schön kann man auf dem Platz vor der großen Kathedrale sitzen. Der ist voller Leben. Viele Bänke und gepflegte Grünanlagen, große Bäume werfen Schatten. Ich liebe es dort zu sitzen. Die Menschen hier leben richtig auf dem Platz, man trifft sich, begrüßt sich, überall finden Leute zusammen. Und ich sitze mitten drin auf einer Bank und genieße die Sonne, freue mich hier zu sein und lerne dabei spanisch.
Nach dem Unterricht geht es dann in aller Ruhe zurück zum Hogar. Manchmal brauchen Ngan und ich ganz schön lange, weil wir noch irgendwo schauen. Die Zeit habe ich aber auch, denn der nächste Termin ist erst das Mittagessen um zwölf Uhr. Ich esse wieder mit den Brüdern zusammen. Jede von uns muss einmal in der Woche abspülen.
Das Essen ist sehr lecker. Am besten gefallen mir allerdings die Getränke. Hier wird in der Regel stilles Wasser getrunken, das ist natürlich auf Dauer nicht so spannend. Aber dann pressen wir einfach Früchte aus und schon gibt es die beste Limonade der Welt. Mal Orange, mal Limone, mal Papaya, mal Ananas. Zu Essen gibt es immer eine Suppe (natürlich nur wahlweise), dann noch Reis und Salat, dazu immer eine warme, ja wie nenne ich das, Beilage... also Fleisch-Soße-Gemüse, alles in einem. Ist aber in der Regel sehr lecker. Nicht jeden Tag gibt es Reis, auch mal Pommes, Kartoffeln oder so.
Dann haben wir erst einmal Pause bis zwei Uhr. Das ist eine super Zeit, denn Zuhause ist dann Feierabend und das bedeutet Zeit zum skypen :)
Nach zwei Uhr geht es dann für mich in dieser Woche erst einmal in den Hogar 1. Dort sind die Jungs etwa 6 bis 12 Jahre alt. Ich helfe ihnen dann bei den Hausaufgaben oder bin einfach nur dabei. Wer fertig mit seinen Aufgaben ist kann in den Innenhof und spielen, was hier auf "Kreiselwerfen" hinausläuft. Also eher etwas leises, um die anderen nicht zu stören. Gegen drei Uhr wird aber schon wieder aufgeräumt, gefegt und gewischt, damit alles um halb vier fertig ist, da ist dann nämlich die Zwischenmahlzeit.
Es gibt Tee, Kakao oder Milch, alles sehr süß und etwas Kleines zu essen. Meistens diese Brötchen, mal aber auch so was wie Chips.
Danach haben dann alle Sport. Jeder Hogar. Der eine läuft zu dem großen Sportplatz, etwa 1 bis 2 km von hier entfernt, der andere nutz einen der drei Plätze, die zum Hogar gehören. Da schaue ich im Moment einfach zu. So kann ich die Kinder besser kennen lernen und zeige einfach, dass ich da bin. Einfach dabei sein. Natürlich kommt man mit dem ein oder anderen auch ins Gespräch, der Sport läuft nach etwa einer Stunde nicht mehr soo diszipliniert ab. Das finde ich auch gut, um so auch mal mit den Jungs alleine quatschen zu können.
Meistens endet das Nachmittagsprogramm gegen halb sechs oder sechs Uhr. Dann gehen die Jungs duschen und ich habe einen Moment zum Verschnaufen.
Um sieben Uhr ist Zeit fürs Abendessen. Da esse ich dann mit den Jungs im großen Speisesaal. Das finde ich sehr gut! Erst ein bisschen mit den Küchenfeen plaudern, mit deren Kindern rumalbern und dann setze ich mich mit etwas leckerem zu Essen zu den Jungs.
Danach habe ich dann aber offiziell Freizeit. Im Moment kommt es noch vor. Das ich dann mit den Freiwilligen aus Spanien los ziehe. Wir gehen etwas trinken und essen (sie essen nämlich meist nicht im Hogar) und danach auch mal tanzen. Ich hätte wirklich meine High-Heels einpacken sollen, aber mit so einem Nachtleben habe ich nicht gerechnet.
Wenn ich aber im Hogar bleibe, zieht es mich meistens noch nach draußen. Die Jungs spielen so lange sie noch dürfen Fußball. Meistens schaue ich zu, manchmal spiele ich aber auch mit. Wenn die großen Jungs spielen läuft sogar Musik, das ist eine wirklich nette Atmosphäre :)
Wir ihr euch nun denken könnt, falle ich nach einem solchen Tag völlig geschafft ins Bett. Wobei es mich natürlich gleichermaßen an meinen Laptop zieht, um E-Mail zu checken und Berichte zu schreiben. Draußen lässt es sich hier schließlich noch lange aushalten ;)
So meine Lieben,
ich hoffe ich konnte euch einen guten Eindruck vermitteln,
ich freue mich über jede E-Mail aus der Heimat.
Die besten Grüße aus der Ferne,
Miriam
Nun bin ich eine Woche hier.
Ich habe in dieser Woche sehr viel erlebt. Habe unglaublich viele Menschen kennen gelernt, wobei ich die Kinder natürlich besonders hervorheben möchte.
Ich habe außerdem in dieser Woche unglaublich viele, neue Gerichte gegessen und sogar selber gekocht und sogar schon Waffeln gebacken. Das kann ich übrigens so oft machen, wie ich möchte ;)
Ich habe unheimlich viel von Santa Cruz gesehen, sogar die ländlichere Umgebung.
Das Wetter hat sich diese Woche auch ganz schön verändert. Nun sind es gute 25 °C und es weht ein ganz schöner Wind.
Den Hogar habe ich nun auch schon besser kennen gelernt. Ich hatte eine ausgiebige Führung durch diese riesige Anlage und kann mir sogar schon einige Namen der Jungs merken. Sie sind unglaublich tolle und geduldige Lehrer. Sagen mir ihren Satz fünf Mal, wobei es ja nicht an der Aussprache liegt, dass ich es nicht verstehe, ich kenne die Wörter einfach nicht. Aber wir helfen uns auch ganz gut mit Gestickten. Fußball spielen ist natürlich ihr Favorit.
Ich glaube, wenn ich zurück komme kann ich dank ihnen nicht nur spanisch sprechen, sondern auch echt gut Fußball spielen, denn hier wird jede freie Minute für diesen Sport genutzt.
Ich versuche euch weiter auf dem Laufenden zu halten, allzu viel Zeit habe ich nämlich eher nicht.
Herzliche Grüße!
Miriam
Ach ja, wenn man hier meinen Namen aussprechen kann, klingt er wunder- wunderschön. Für alle aber, die das nicht können, bin ich Mimi ;)
So meine lieben Freunde,
wo fange ich nur an und wo höre ich auf..
Ich bin nach einem langen, aber angenehmen Flug sicher und gut in meiner neuen Heimat angekommen. Schon unterwegs habe ich viele Freiwillige kennen gelernt. Alle flogen auch nach Bolivien und drei kommen sogar nach Santa Cruz..
Alle Leute, denen ich bis jetzt begegnet bin, waren sehr nett und freundlich zu mir.
Ich lebe hier momentan in einem Haus mit sechs Freiwilligen aus Spanien. Fünf Mädels und ein Kerl. Sie sind wirklich sehr nett und versuchen mir bei allem zu helfen. Wobei die Kommunikation nicht immer so einfach ist. An meinem spanisch arbeite ich natürlich hart. Ich habe jetzt erst einmal jeden Tag zwei Stunden Unterricht in der Stadt. Alleine mit einer Lehrerin, für zwanzig Tage.
Sonst ist natürlich noch zu sagen, dass das Essen sehr lecker ist.
Das Wetter ist kalt!!! Sehr kalt. Ich brauche alle Pullis die ich mit habe (zwei).
Ansonsten lebe ich mich im Moment erst einmal ein bisschen ein. Schaue hier und da und verschaffe mir einen ersten Eindruck.
Soweit alles für heute,
ich melde mich bald wieder.
Herzliche Grüße aus Bolivien :)
Miriam
Am 19. August geht es los!!
Düsseldorf - London - Miami - Santa Cruz
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